“Den Unterschied vom Fahren zum Gleiten werden sie lieben.”​

 

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Pflegetips + Hinweise

Über Takacat

Transom-Stangen

Die Transomrohre bestehen aus Edelstahl 304 (V2A). Auf Grund des höheren Kohlenstoffgehalts besitzt er bei gleicher Wandstärke eine höhere Festigkeit als Edelstahl 316 (V4A), benötigt dafür aber Pflege im Salzwasserbetrieb. Edelstahl, unabhängig ob V2A oder V4A,  ist nicht, wie oft behauptet oder angenommen wird, aus sich selbst heraus korrosionsbeständig, wie z.B. Gold oder Nickel, sondern kann auf Grund seiner Legierungsbestandteile, z.B. Chrom, Nickel und Molybdän, in Verbindung mit dem Sauerstoff aus der Umgebungsluft eine sogenannte Passiv-Schicht aufbauen. Diese mikroskopisch dünne Passiv-Schicht, mit einer Schichtdicke von ca. 0,6µ, ist der eigentliche Korrosionsschutz des Edelstahls. Chemische (Salzwasser - Chloridverbindungen), mechanische (Motorinstallationen) oder ionisierende (Fremdmetallionenübertragung durch Wischen mit einem Lappen über verschiedene Metalle) Einwirkungen können diese Passiv-Schicht punktuell schädigen. An diesen Stellen ist der Edelstahl dann nicht mehr geschützt und es bilden sich Korrosionsstellen die sich kontinuierlich ausweiten weil sich in diesem Bereich keine Passiv-Schicht mehr aufbauen kann.

  • Ein erster Pflegeschritt beim Fahren in Salzwasser ist das Abwaschen der Transomrohre am Ende einer Fahrt mit Frischwasser (Süßwasser) inkl. gründlicher Trocknung. Wenn das Takacat als Tender eingesetzt wird, müssen die Transomrohre erst nach der Rückkehr auf die Yacht mit Frischwasser gespült werden, d.h. nicht jedesmal direkt am Strand oder im Hafen, außer es wären Fahrten über mehrere Tage hinweg.

  • Die Innenseiten der Transomrohre können mit einer extralangen Flaschenbürste durchgezogen werden. Bei der Flaschenbürste ist darauf zu achten, dass der Bürstendraht ebenfalls aus Edelstahl besteht (Vermeidung von Ionisierung), wie z.B. bei der Aquabrush Extralang (50 x 3,5cm).

  • Sollten sich Korrosionsstellen gebildet haben, können sie mit einem Edelstahlreiniger entfernt werden, siehe z.B. die Produkte von MBinox, damit wird auch der Wiederaufbau der Passiv-Schicht unterstützt.

  • Wenn dauerhaft in Salzwasser gefahren wird, empfiehlt es sich die Transomrohre und optionale Slipräder mit einem seewasserfesten Edelstahl-Protector einzusprühen, z.B. Finishline Surface Protector.

  • Eine pflegefreie Korrosionsbeständigkeit kann nur durch eine galvanische Oberflächenbehandlung der Transomrohre erreicht werden, z.B. vernickeln oder hartvergolden.

  • Bei der Installation eines Außenborders ist unbedingt darauf zu achten, dass die Druckteller der Knebelverschraubungen der Außenborderbefestigung nicht die obere Transomstange eindrücken und strukturell beschädigen. Wenn notwendig ist eine Distanzplatte zu verwenden. Camp3 (www.camp3.eu) bietet eine Distanzplatte an, die unter die Edelstahlplatte der inneren Heckspiegelplatte geschraubt werden kann.

Heckspiegel - Distanzplatte

Bei der Verwendung eines Torqeedo Travel 503, 1003 oder 1103 muss eine Distanzplatte aus Holz oder Kunststoff zwischen der inneren Transomplatte und den Drucktellern der Knebelverschraubung gelegt werden, damit die Druckteller der Knebelverschraubungen nicht in die obere Transomstange eindrücken. Die Mindestmaße der Distanzplatte betragen 140 x 40 x 10mm (Breite/Höhe/Tiefe). Camp3 (www.camp3.eu) bietet eine Distanzplatte an, die unter die Edelstahlplatte der inneren Heckspiegelplatte geschraubt werden kann.

Heckspiegel - Transom

Die Heckspiegelplatten bestehen aus geleimten Bootssperrholz mit zusätzlicher Schutzlackierung. Die Holzplatten müssen regelmäßig auf Schäden/Abschürfungen hin überprüft und bei Bedarf nachlackiert werden. Die Heckspiegelplatten sind nicht für den Einsatz als Wasser-Dauerlieger ausgelegt. Wenn das Boot längere Zeit im Wasser liegen soll dann müssen die Heckspiegelplatten entsprechend mit einem zusätzlichen Schutzbelag behandelt oder als GFK/Carbonplatten ausgeführt werden. Damit die Knebelschrauben und die Gegenflansche der Motorhalterung keine Abdrücke auf den Heckspiegelplatten hinterlassen kann eine Schutzmatte zwischengelegt werden, siehe z.B. Allpa Heckspiegelschutzmatte.

 

Die Transomrohre dürfen nicht als Abschlepphalterungen verwendet werden. Zum Schleppen dienen ausschließlich die Schleppringe im Heck- und Bugbereich.

Abschleppen

Zum Abschleppen dienen ausschließlich die Schleppringe im Heck- und Bugbereich. Beim Abschleppen ist unbedingt auf sanften Gaswechsel zu achten. Rauhe ruckartige Gaswechsel können zu Beschädigungen führen. Die Transomrohre dürfen auf keinen Fall als Abschlepphalterungen eingesetzt werden.

Transport an der Davits

Das Beste für das Aufhängen an der Davits ist, Schäkel durch die Löcher der Transom-Radhalterung zu stecken und zu fixieren. Diese können dann als hintere Hebepositionen verwendet werden. Für den Bug ist es am Besten, eine Linie zu führen, die wie ein Hebegurt wirkt, der unter dem Boot stützt. Normalerweise wird diese Linie durch die äußeren D-Ringe am Sport oder die zentralen D-Ringe am LX geführt, so dass der Hebegurt beim Heben nicht nach achtern gleitet. Bei schwerem Wetter ist es empfehlenswert, wegen der möglichen Peakbelastungen an den Hebepunkten, das Takacat einzuholen.

PVC + Hypalon

Die Reinigung der Schläuche und des Bodens sollten mindestens einmal im Jahr vor der Einlagerung durchgeführt werden. Sollten während einer Fahrt oder am Steg Verschmutzungen entstanden sein dann können sie in der Regel am leichtesten entfernt werden wenn zeitnah gereinigt wird. Sand und Schlick können einfach mit klarem Wasser abgespült werden, siehe z.B. das Reinigungs-Video von Takacat. Dank des offenen Heckspiegels fließt das Wasser inklusive Sand und Schlamm direkt aus dem Boot heraus. Für die Reinigung anderer Schmutzstellen, Flecken oder Streifen ist ein geeignetes Reinigungsmittel, eine weiche Bürste und ein Schwamm zu empfehlen.

Bei der Reinigung nie starke Kraft und Hochdruck auf die Bootsteile einwirken lassen, dies kann zu Beschädigungen an der Außenhaut und am inneren Gewebe führen.  Am Markt werden eine Vielzahl an PVC und Hypalon-Reinigungsmittel angeboten. Wir verwenden in der Regel das Reinigungsset von www.schlauchbootereparatur.de

Nach der Reinigung empfiehlt es sich die Fahrschläuche leicht mit einem Schlauchboot Finish einzureiben.

Druckverlust bei Schlauchbooten

Die beiden Tragschläuche der Takacats sind am Heck jeweils außen mit Überdruckventilen ausgestattet. Damit wird sichergestellt, dass bei starker Sonnenbestrahlung ein eventueller gefährlicher Überdruck abgeleitet wird um Beschädigungen an den Tragschläuchen zu vermeiden. Wenn anschließend die Außentemperatur wieder sinkt kann dies dazu führen, dass die Luftdrücke nicht mehr die korrekten Werte darstellen. Überprüfen Sie deshalb vor jeder Fahrt immer die korrekten Luftdruckwerte der Tragschläuche und des Hochdruckbodens. Bei Wärmeänderungen im Tagesverlauf prüfen Sie unbedingt die Druckwerte aller luftgefüllten Komponenten und korrigieren Sie sie auf die korrekten Druckwerte um Beschädigungen zu vermeiden. Der Hochdruckboden ist nicht mit einem Überdruckventil ausgestattet. Vermeiden Sie deshalb eine zu intensive Sonneneinstrahlung auf den Hochdruckboden und überprüfen und korrigieren Sie gegebenenfalls die Luftdruckwerte. Wenn das Schlauchboot nicht benutzt wird empfehlen wir dringend die Lagerung im Schatten oder unter einer Abdeckung um eine übermäßige Erwärmung und Druckluftsteigerung in den Tragschläuchen und im Hochdruckboden zu vermeiden. Ein Schlauchboot, das über mehrere Tage aufgeblasen bleibt, kann Druck verlieren. Gemäß ISO 6185 ist ein Druckverlust von 20% innerhalb von 24 Stunden zulässig.

 

Bei Schlauchbooten kann es vorkommen, dass sich die Ventilsitze nach der Produktion auf Grund von Wärmeschwankungen und Bewegung etwas setzen und dadurch Luft entweicht. Für diesen Fall befinden sich zwei Ventilschlüssel in der Reparaturdose. Der Ventilschlüssel mit den kleineren Zähnen ist kompatibel mit den Halkey-Roberts  Lufteinlass-/Auslass-Ventilen, der Ventilschlüssel mit den gröberen Zähnen ist kompatibel mit den beiden Überdrucksicherheitsventilen. Zuerst die Luft aus der entsprechenden Kammer entweichen lassen, dann den inneren Ventilkörper von Außen festhalten, mit dem passenden Ventilschlüssel den Ventileinsatz etwas nach links drehen, damit die geringere Gleitreibung wirken kann und dann handfest nach rechts zudrehen.

Wartung - Instandhaltung

Überprüfen Sie regelmäßig Ventile, Nähte, Bänder, Ösen, Ringe, Schrauben, Muttern und Ruder an Ihrem Takacat. Pontons sind lebendiger als ein Plastikrumpf und ständige Bewegung kann Ermüdungsschäden verursachen. Es ist wichtig, die Pontons und den Hochdruckboden ausreichend aufgepumpt zu halten. Unzureichender Kammerdruck führt zu mehr Wasserwiederstand  und dadurch zu einer Geschwindigkeitsreduzierung. Kontrollieren Sie regelmäßig die Pontonbefestigungen am Heck, am Rumpf und an anderen Gelenkstellen der Rohren. Bei zerlegbaren Schlauchbooten ist es wichtig, dass die Flächen und Ränder an den Kontaktstellen von Böden und Pontons sauber und frei von Schmutz und Steinen sind, damit durch Reibung keine Beschädigung an den Kontaktstellen auftreten.

Einlagerung

TAKACAT Sport, Lite oder Go-Schlauchboote können entweder aufgepumpt oder in einem Aufbewahrungsbehälter aufbewahrt werden. Wenn die Takacats in ihrer Tasche aufbewahrt werden, müssen alle Teile inklusive der Taschen sauber und trocken sein. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um Sand usw. zwischen dem Hochdruckboden und den Pontons zu entfernen. Für die Wintereinlagerung gibt es einige grundlegende Tipps. Das Boot sollte am besten nicht bei eisigen Temperaturen im Außenbereich stehen, obwohl es kein Muss ist, es drinnen aufzubewahren. Wenn Sie das Boot bedecken, verwenden Sie keine Vinylplane und lassen Sie etwas Luft aus den Pontons.

Re-Tubing - Ersatzschläuche

Im Gegensatz zu herkömmlichen Schlauchbooten mit festen Rümpfen und/oder festen Heckspiegeln können die Takacat-Modelle Sport und Lite auf Grund des zerlegbaren Heckspiegels einfach und kosteneffektiv mit Ersatzschläuchen ausgestattet werden, sollten diese schwer beschädigt worden sein. Der vollständig entnehmbare Hochdruckluftboden und die Transom-Rohre sind nicht an einem Rumpf oder Spiegel befestigt oder angeklebt. Es gibt keinen Aufwand oder kostspielige Reparaturarbeiten, um alte oder schwer beschädigte Fahrschläuche zu erneuern. Sie bestellen einfach ein neues Schlauch-Set bei Ihrem Takacat-Händler und können alle Zusatzkomponenten inklusive des Hochdruckbodens weiterverwenden.